Ursprünglich sollte das Leitbild Mobilität ein breit getragener Kompromiss zur Gestaltung der Mobilität in Bochum bis zum Jahr 2030 sein. Leider ist aber aus dem Leitbild ein Leidbild geworden.

Die Koalition hat einen mühsam durch die Verwaltung erarbeiteten Vorschlag durch einen Ersetzungsantrag, mit mehr oder minder wichtigen Textänderungen, eliminiert. Dieses wichtige Thema sollte allerdings nicht auf Grundlage von kurzfristiger Entwicklungen, im grünen Sinne, politisch instrumentalisiert werden, sondern realistisch mit allen Beteiligten gemeinsam angegangen werden.

Schließlich müssen die Bürger solche Leitbilder praktisch umsetzen. Aus dem Grund hat die Ratsfraktion der UWG: Freie Bürger den Ersetzungsantrag abgelehnt und wäre dem Verwaltungsvorschlag mit einigen inhaltlichen Ergänzungen und der Einarbeitung der Anregungen der Bürger aus der Bürgerkonferenz gefolgt.

Inhaltlich setzt sich die UWG: Freie Bürger für eine gleichberechtigten Kompromiss zwischen allen Verkehrsteilnehmern ein. „Nur durch die Schaffung von Anreizen und gleichberechtigter Alternativen ist eine Änderung des Mobilitätsverhalten umsetzbar, Zwang und Einschränkungen sind hier der völlig falsche Weg“, sagt Jens Lücking, verkehrspolitischer Sprecher der UWG: Freie Bürger Ratsfraktion.

„Der ÖPNV wird bei der Verkehrswende eine zentrale Rolle spielen. Niemand darf durch weitere Preissteigerungen von der Nutzung des ÖPNV ausgeschlossen werden. Außerdem muss die Zuverlässigkeit und das Angebot des ÖPNV in den nächsten Jahren massiv gesteigert werden“, bekräftigt Lücking.

Die Ratsfraktion der UWG: Freie Bürger hat eine vorgelegte Resolution von SPD, Grüne, Linke und Soziale Liste zur Ausrufung des „Klima-Notstandes“ in Bochum nicht mittragen wollen (Ratssitzung, 6. Juni 2019).

Ganz offensichtlich sah sich die Mehrheitsfraktion im Rat nach dem dürftigen Ergebnis bei der Europawahl gezwungen, beim Thema Klimaschutz zu handeln, obwohl sie Wochen zuvor einen Klima-Notstand noch hatte hinterfragen wollen.

Karl Heinz Sekowsky, Fraktionsvorsitzender der UWG: Freie Bürger: „Den Verfassern der Resolution ist noch nicht bewusst, dass es den Klima-Notstand auch in Bochum schon lange gibt. Es wäre deshalb besser gewesen, der Rat und die Verwaltung hätten sich an die Arbeit gemacht und ein kurz- bis mittelfristiges Handlungsszenario entwickelt.“

Im Übrigen, so Sekowsky weiter: „Die Ratsfraktion der UWG: Freie Bürger nimmt an dem Hype um verschiedene aktuelle Sachverhalte nicht teil und konzentriert sich lieber auf das, was möglich oder unmöglich, zumindest aber vernünftig ist.“

Die Verwaltung hat eine Vorlage zur Realisierung des Umbaus des Telekom-Gebäudes zum „Haus des Wissens“ einschließlich einer Markthalle vorgelegt. Der Beschlussvorschlag sah fünf Einzelpunkte vor. Karl Heinz Sekowsky, Fraktionsvorsitzender der Ratsfraktion der UWG: Freie Bürger, forderte deshalb auch die getrennte Abstimmung jedes einzelnen Punktes.

Die Diskussion im Rat entzündete sich insbesondere am Thema „Markthalle“ und dem kalkulierten Investitionsvolumen von 90 Millionen Euro. Zudem liegt kein Betriebskonzept vor, dem man entnehmen könnte, wie die drei Nutzer VHS, Bibliothek und Markthalle sinnvoll und für die Bürger nachvollziehbar harmonieren können.

Die Ratsfraktion stimmte der Durchführung eines Realisierungswettbewerbes zu und erwartet zu allen weiteren offenen Fragen von der Verwaltung zeitnahe Antworten, insbesondere auch zur Förderkulisse.

  1. Änderung der Gesellschafterverträge der KSBG kommunale Beteiligungsgesellschaft GmbH & CO KG
    Die UWG: Freie Bürger Ratsfraktion stimmt der Änderung der Gesellschaftsverträge zu, ins besondere wegen der Eröffnung der Möglichkeiten nach Durchlaufen eines Vorverkaufsprozesses Anteile an der KSBG KG und KSBG GmbH ohne Zustimmung der anderen Gesellschafter an Dritte zu veräußern, die nicht mehrheitlich kommunal sein müssen.
  2. Feuerwehrhaus für die Löscheinheit Linden
    UWG: Freie Bürger stimmen der gezeigten Variante 1 zu. Sind aber mit der von den Zentralen Diensten auf ….Kosten Prognose nicht einverstanden. Die voraussichtlichen Baunebenkosten in Höhe von € 694.000,00,sowie die Risikoprognose(2870)= € 694.000,00 (insgesamt € 1.343 000 ) bedürfen unbedingt der Präzisierung. „Wir werden das Projekt im Controlling verfolgen und darauf achten, dass keine Luftbuchungen vorgenommen werden können“, so Karl Heinz Sekowsky Fraktionsvorsitzender der UWG: FB in der Sitzung.
  3. Erhöhung von Parkgebühren
    UWG: Freie Bürger Ratsmitglied Jens Lücking wirbt für den Brötchentarif beim Parken und lehnt für UWG/FB Gebührenerhöhung für Parkuhren und Parkscheinautomaten strikt ab.
  4. Umbau Telekomblock
    Die SPD-Grüne -Koalition hat in einem Antrag – Vorgaben für einen Angebots-Canon im künftigen H.d.W gemacht.
    Karl Heinz Sekowsky, der mit Jens Lücking, Tage zuvor im Telekom-Block den deckungsgleichen Ausführungen von Stadtbaurat Dr. Bradtke lauschte, wunderten sich.
    „Wer hat von wem abgeschrieben?“
    Letztlich haben wir zugestimmt, weil das H.d.W. ja auch Bürgervorschläge aufnehmen soll und die Verwaltung und deren Berater der Öffentlichkeit ebenfalls Vorschläge vorzulegen hat.

Die Ratsfraktion der UWG: Freie Bürger hat Änderungen in den Ausschussbesetzungen vorgenommen. Im Bild von links nacht rechts: Tim Pohlmann (Vorsitzender der Wählervereinigung) ist neues Mitglied im Ausschuss für Schule und Bildung. Manfred Seidel und Claudia Bolesta (Stellvertreterin) unterstützen Jens Lücking im Ausschuss für Infrastruktur und Mobilität. Hans-Josef Winkler (Vorsitzender der Wählergemeinschaft) und Frank Fecke-Heiermann (Stellvertreter) bilden das neue Team im Ausschuss für Umwelt, Sicherheit und Ordnung.

Seit 2016 befassen sich die verschiedenen Gremien-Mitglieder der Planungsgemeinschaft (Bochum, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Mühlheim a.d.R. und Oberhausen), so auch Bochum, mit dem Regionalplan Ruhr. Alle Bezirksvertretungen Bochums hatten Gelegenheit, ihre Bedenken und Anregungen vorzutragen.

In der Bezirksvertretung Wattenscheid wurde insbesondere die Inanspruchnahme von Flächen an der Burgstrasse (Westerweiterung Gewerbegebiet Wattenscheid- West) wiederholt abgelehnt.
Die UWG: Freie-Bürger-Ratsfraktion hatte folgerichtig in allen Beratungen der Ausschüsse die Herausnahme aus der Stellungnahme der Stadt Bochum gefordert.

Dazu Karl Heinz Sekowsky in der Ratssitzung: „Seit Beginn der Regionalplanung im Ruhrgebiet ab den 1920er Jahren hat der Schutz von regionalen Grünzügen eine wichtige, übergeordnete Rolle gespielt. Dieser Tradition verpflichtend, lehnen wir kategorisch weitere Eingriffe in den Grünzug in Wattenscheid-West ab.“

Um die Handlungsfähigkeit der Stadt Bochum in Bezug auf die Flächenentwicklung für Industrie, Gewerbe und Wohnen zu gewährleisten, „sind wir dem Antrag der Koalition, der eine moderate Ausweisung von allgemeinen Siedlungsbereichen (ASB) und Gewerbe und Industriebereichen (GIB) beinhaltet, gefolgt. Uns ist wichtig, das aus der Rahmenplanung aber die konkrete Entscheidung von Bauvorhaben in den ausgewiesenen Flächen der Entscheidung des Rates über Bebauungspläne vorbehalten bleibt“, so Sekowsky abschließend.

Die Aufgaben im Rahmen der Bochum Strategie, die eine profilorientierte Stadtentwicklung vorsieht und die auf gewachsene Potenziale und ausbaufähige Stärken von Bochum setzt, waren unter anderem ein wichtiger Punkt in der Ratssitzung, die am 27. September stattfand. Zur Abstimmung standen 25 weitere Kernaktivitäten, die zu wesentlichen Teilen auch Vorschläge aus der Bürgerschaft enthalten. Die Ratsfraktion der Unabhängigen Wählergemeinschaft UWG: Freie Bürger hatte sich schon im Strategiebeirat für die Auswahl ausgesprochen und sich inhaltlich einverstanden erklärt. Für die UWG: Freie Bürger-Ratsfraktion sollte das Tausend-Bänke-Programm, die Eventbühne Lohrheidestadion, Rathaus Clubbing (Belebung des Rathausplatzes und Rathausinnenhofes), Nachwuchskräfte-Sicherung in der Pflege oder die Schwimm-Mit-Kampagne prioritär behandelt werden.

Zum Thema Stadtraumpflege stellte die Ratsfraktion fest, dass seit vielen Jahren viel zu wenig für das äußere Erscheinungsbild der Innenstadt und in den Bezirken getan worden ist und dass nun dringender Handlungsbedarf erforderlich sei.

Der Rat beschloß u.a. die Entlastung der Sparkassenorgane für das Geschäftsjahr 2017 und hat – wie auch der Ausschuss für Beteiligung und Controlling – dem Jahresabschluß zugestimmt. Im Beteiligungs-Ausschuss wurde allerdings zum kritisiert, dass Vertreter der Sparkasse Bochum zum wiederholten Male nicht anwesend waren, um Fragen zu beantworten oder Auskunft zu geben. Der Ausschussvorsitzende Gräfingholt wurde beaauftragt, mit Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (Vorsitzender des Verwaltungsrates) Kontakt aufnehmen, um hier künftig Abhilfe zu schaffen.

Anlässlich der Bereitstellung überplanmässiger Mittel hat die Ratsfraktion erneut moniert, dass die Deckung aus der Position „Zinsen für Investitionskredite“ erfolgt. Fraktionsvorsitzender der UWG: Freie Bürger, Karl Heinz Sekowsky: „Wir haben die Kämmerin gebeten, insgesamt darzustellen, wie im Detail diese Position für anderweitige Maßnahmen in Anspruch genommen worden ist und an welchem Punkt sie gedenkt, dem Einhalt zu gebieten bzw. wie viel freie Mittel noch zur Verfügung stehen.“

Die Ratsfraktion hat dem Wohnbauflächenprogramm zugestimmt. Jens Lücking wies in dem Zusammenhang darauf hin, dass die Herausnahme von geplanten Baugebieten im Süden Bochums allerdings ein „Geschmäckle“ habe. In seinem Redebeitrag nahm er auch Bezug auf die Bebauung Wilhelm-Leithe-Weg Süd (Westenfeld). Lücking forderte dabei für die Fraktion zum wiederholten Male eine architektonisch und infrastrukturell qualifizierte Bebauung. Dabei sei es im Sinne der Transparenz unabdingbar, dass die einzelnen Planungschritte rechtzeitig mit den Bürger*innen besprochen würden.

Zum Streitpunkt Tempo 30 auf der Herner Straße stellte die Ratsfraktion fest: Man wolle kein Fahrverbot, aber bevor die „Tempo 30“-Maßnahme in Angriff genommen wird, sei es notwendig, die NO2 (Sticktstoffoxide)-Hintergrundbelastung von der A40/A43 von einer Messstelle prüfen zu lassen. Immerhin wurde durch einen Gutachter im Ausschuss für Infrastruktur und Mobilität festgestellt, dass eine noch nicht klare NO2-Gemengelage vorliege und dass daher Tempo 30 nicht zwingend zu einer Reduzierung der Feinstaubbelastung führt.

Foto: Die UWG: Freie Bürger-Ratsfraktion mit Wilfried Flöring, Jens Lücking, Karl Heinz Sekowsky (Fraktionsvorsitzender) und Dschamilja Heider (v.l.n.r.).

 

 

Die Diskussionen waren kurz und sachlich, das Ergebnis einstimmig. Ratsmitglied Jens Lücking von der Unabhängigen Wählergemeinschaft UWG: Freie Bürger: „Es ist ein Erfolg für Bochum, dass der Ausschuss für Infrastruktur und Mobilität unserer Initiative gefolgt ist, Wasserstoff als alternative Energie für den Bochumer ÖPNV prüfen zu wollen.“

Der Antrag, den die Ratsfraktion kürzlich in den Ausschuss eingebracht hatte, stützt sich auf verschiedene Pilotprojekte unter anderem auch in Wuppertal und Köln. „Wasserstoffbusse sind im Hinblick auf die Reichweite Elektrobussen deutlich überlegen. Mit ca. 300 Kilometern Radius sind die Einsatzmöglichkeiten gegenüber Elektrobussen, die eine Reichweite von 100-150 Kilometer aufweisen, deutlich variabler“, sagt der verkehrspolitische Sprecher der Ratsfraktion, Jens Lücking.

Die Stadtwerke Münster haben sich einen Wasserstoffbus aus den Niederlanden über mehrere Monate geliehen und auf einigen Linienwegen getestet. Das Betanken der Busse durch mobile Tankanhänger, wie es beispielsweise bei der Weißen Flotte in Essen, der Schifffahrtslinie auf dem Baldeneysee, praktiziert wird, könnte auch in Bochum umgesetzt werden. Im Vergleich zu Elektrobussen, die für den Ladevorgang mehrere Stunden benötigen, ist ein Wasserstoff in wenigen Minuten betankt und wieder einsatzfähig.

Nicht erst seit dem der erste nur mit Wasserstoff betriebene Zug in Niedersachsen in der letzten Woche seinen Dienst aufgenommen hat, entwickelt sich Wasserstoff zu einer immer stärker genutzten alternativen Antriebsform. Die Städte Wuppertal und Köln haben gemeinsam 40 Wasserstoffbusse geordert. Wasserstoffbusse sind im Hinblick auf die Reichweite Elektrobussen deutlich überlegen. Mit ca. 300 Kilometern Radius sind die Einsatzmöglichkeiten gegenüber Elektrobussen (ca. 100-150 Kilometer Reichweite) deutlich variabler.

Auch in Bochum sollte man sich dieser Antriebsform nicht verschließen“, sagt Ratsmitglied Jens Lücking von der UWG: Freie Bürger. „Es wäre sinnvoll“, so Lücking weiter, „wenn die Verwaltung im engen Schulterschluss mit der BoGeStra ein Pilotprojekt analog zu einem in Münster bereits erfolgreich verlaufenen Projektes auch in Bochum durchführen würde“. So sieht es jetzt der Antrag der Ratsfraktion vor, den die Unabhängige Wählergemeinschaft für die kommende Sitzung des Ausschusses für Infrastruktur und Mobilität, der am 9. Oktober tagt, eingereicht hat.

Die Stadtwerke Münster haben sich einen Wasserstoffbus aus den Niederlanden über mehrere Monate geliehen und auf einigen Linienwegen getestet. Das Betanken der Busse durch mobile Tankanhänger, wie es beispielsweise bei der Weißen Flotte in Essen, der Schifffahrtslinie auf dem Baldenysee, praktiziert wird, könnte auch in Bochum umgesetzt werden. Im Vergleich zu Elektrobussen, die für den Ladevorgang mehrere Stunden benötigen, ist ein Wasserstoff in wenigen Minuten betankt und wieder einsatzfähig.

Bildzeile: Wasserstoffbusse haben eine größere Reichweite und können in wenigen Minuten betankt werden. Foto: Stadtwerke Münster

Bei seinem Fraktionsbesuch informierte kürzlich Ulf Dannehl, Referent des Oberbürgermeisters, Mitglieder der UWG: Freie Bürger über den aktuellen Stand der „Bochum Strategie 2030“ sowie über die weiteren 25 Kernaktivitäten. Am 27. September wird im Rat darüber abgestimmt. „Wir sind sehr stark daran interessiert, dass die Umsetzung erfolgreich verläuft“, sagt Karl Heinz Sekowsky, Fraktionsvorsitzender der Ratsfraktion UWG: Freie Bürger. „Wir werden uns weiter an diesem Prozess beteiligen, denn die Strategie 2030 muss gelingen. Die bereits vorliegenden Beschlüsse müssen zeitnah realisiert werden. Das gilt vor allem für die Kernaktivität ‚Beschäftigungsgesellschaft‘.“

Der Rat hat in seiner Sitzung am 18. Mai 2017 mit großer Mehrheit die „Bochum Strategie“ beschlossen und damit wichtige Grundlagen für die künftige Entwicklung Bochums geschaffen. Die strategischen Ziele und Schwerpunkte sind wesentliche Ausgangspunkte, um Maßnahmen und Projekte (Kernaktivitäten) auf den Weg zu bringen, um unserer Stadt noch wettbewerbsfähiger und attraktiver für alle Bürger*innen zu machen. Die „Bochum Strategie“ hat einen langfristigen Horizont und ist auf das Jahr 2030 ausgerichtet.

Weitere Infos: https://www.bochum.de/buergerkonferenz/die-bochum-strategie