Bochum verfügt mit dem Neubau des Fliedner-Hauses am Stadionring (Stadion 7) über eine zeitgemäß ausgestattete Unterkunft für wohnungslose Menschen. Das Gebäude wurde in einer Rekordzeit von nur sechs Monaten von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft VBW errichtet.

Beim Rundgang durch das Gebäude konnte sich der sozialpolitische Sprecher der UWG: Freie Bürger, Hans-Josef Winkler, von der Funktionalität überzeugen und auch von der freundlichen Ausgestaltung, „die ganz im Sinne der Menschlichkeit steht“. Zur der Eröffnung der Einrichtung sprach Oberbürgermeister Thomas Eiskirch von einem notwendigen Schritt in die richtige Richtung. „In Bochum muss niemand mehr auf der Straße oder in Hauseingängen übernachten, wenn sie oder er es nicht wollen.“

Im neuen Fliedner-Haus, in dem bis zu 60 Frauen und Männer untergebracht werden können, wirkt alles wie aus einem Guss. Winkler: „Das Haus schließt mit seinen Angeboten eine Lücke in unserem Betreuungssystem für Menschen, die spezielle Hilfe brauchen.“ Es sei nämlich den Akteuren aus Politik, dem Sozialamt, der Diakonie, der Inneren Mission als Betreiber der Unterkunft sowie der ehrenamtlich geführten Suppenküche und der medizinischen Wohnungslosenhilfe Bochum e.V. gelungen, die Obdachlosenhilfe in ihrer Gesamtheit nun an einem Ort zu bündeln. „Das Haus ist Bleibe und Anlaufstelle zugleich und bietet somit einen geschützten Raum gegen Not und Verelendung.“

Wie sehen Stadtviertel der Zukunft aus? Mit dieser Frage beschäftigen sich das Forschungsprojekt „Urbane Produktion“ des Instituts Arbeit und Technik in Gelsenkirchen gemeinsam mit dem Verein „Die Urbanisten“. Beim Fraktionsgespräch mit der UWG: Freie Bürger erläuterten Kerstin Meyer (Urbane Produktion) und Jan Bunse (Die Urbanisten e.V.) ihren Ansatz, inwieweit alternative Produktions- und Dienstleistungsideen zu einer Quartiers-Revitalisierung beitragen können. Es geht vor allem darum, neue Geschäfts- und Betreibermodelle zu erproben, um dem Leerstand zu begegnen. Konkret geschieht dies derzeit in Wattenscheid in der Hochstraße.

Durch technische Entwicklungen, wie zum Beispiel dem 3-D-Druck, entstehen neue Fertigungsmöglichkeiten, die auch in neue Wirtschaftszweige münden können. Junge Gründerfirmen beschäftigen sich zum Beispiel mit dem Upcyling, stellen aus Rest- und Altholz Möbel, Leuchten oder Wohn-Acceesoires her. Oder sie möchten ein Food-Labor etablieren (Gemeinschaftsküche zum Ausprobieren, in der selbstgemachte Marmeladen oder andere Produkte hergestellt und verkauft werden können) oder möchten die Idee des Unverpackt-Ladens vorantreiben.

Sie alle suchen Räume, um ihre Produkte zu fertigen und verkaufen zu können. Allerdings verfügen sie nicht über ein starkes finanzielles Polster, um die Mieten zahlen zu können. „Da setzen wir zunächst an, reden mit den Eigentümern, suchen Lösungen, dass eventuell für eine Zeit nur die Nebenkosten gezahlt werden“, sagt Kerstin Meyer, die mit dem Bochumer Stadtplanungsamt, der Wirtschaftsentwicklung, dem Stadtteilbüro „Soziale Stadt“ und der Wattenscheider City-Managerin Teresa Deckert eng zusammenarbeitet. Allerdings stehe man noch ganz am Anfang und arbeite sehr kleinteilig.

„Uns begegenen viele Menschen zunächst mit Skepsis“, sagt sie auch, wohl weil der Begriff „Urbane Produktion“ noch nicht in aller Munde ist. Im Kern geht es bei diesem ganzheitlichen Modell darum, dass Nachhaltigkeit, kurze Wege für Produzenten und Konsumenten, Netzwerkaktivitäten und bürgerschaftliches Engagement im Stadtteil miteinander verknüpft werden. „Wir beziehen gerade ein Ladenlokal in der Hochstraße und werden ab Februar im Rahmen von Workshops, Diskussionsforen und Vorträgen unser Thema in die Öffentlichkeit bringen. Zugleich stehen wir dann auch als Info- und Kontaktbörse für Gründer und Nachbarn zur Verfügung.“

„Es ist zwar ein schwieriges Umfeld für neue Ideen, aber sie sind definitiv unterstützungswürdig und man sollte ihnen eine Chance geben“, resümierte Karl Heinz Sekowsky, Fraktionsvorsitzender der Unabhängigen Wählergemeinschaft UWG: Freie Bürger den informativen Austausch.

Kontakt und weitere Infos: www.urbaneproduktion.ruhr und www.dieurbanisten.de.

Vorstand, Rats- und Bezirksfraktion der UWG: Freie Bürger trauern um Heinz-Werner Linke, der am 21.10. im Alter von 75 Jahren plötzlich und unerwartet gestorben ist. Der engagierte Günnigfelder wurde 1999 Mitglied der UWG und gehörte seit 2004 ununterbrochen der Bezirksvertretung an und war dort zuletzt stellvertretender Vorsitzender der Bezirksfraktion. Linke war auch beratendes Mitglied der Rats-Ausschüsse für „Umwelt, Sicherheit und Ordnung“ sowie „Infrastruktur und Mobilität“ und gehörte viele Jahre dem UWG-Vorstand an. Heinz-Werner Linke kandidierte seit 1999 stets direkt für den Rat der Stadt. Linke war bekannt für sein bürgerschaftliches Engagement und seine bürgernahe politische Arbeit. Die UWG wird Heinz-Werner Linke ein dankbares Andenken bewahren

Berthold Schmitt hat sich viel vorgenommen, denn Bochums Bäder müssen rundum saniert und zeitgemäß modernisiert werden. Der Neubau des Hallenfreibades in Höntrop und die Umgestaltung seines Außenbereiches beispielsweise stehen dabei an erster Stelle auf seinem Plan. Hier werde ein barrierefreies, familienfreundliches Freizeitzentrum mit zahlreichen Angeboten entstehen.

„Das reicht vom neuen Saunabereich über ein Fitnesstudio bin hin zu technischen Führungen für Grundschüler“, sagt Schmitt. Der Geschäftsführer der Wasserwelten Bochum Gmbh rechnet damt, dass das neue Bad in Wattenscheid Mitte 2022 eröffnet werden wird. „Auch wenn noch nichts zu sehen ist, wir sind aber schon mittendrin in den Planungen“, sagt er beim Ortstermin mit Mandatsträgern der UWG: Freie Bürger, die dem Bäderkonzept Schmitts positiv gegenüberstehen. „Es gab in der Vergangenheit an manchen Stellen nicht immer förderliche Entscheidungen“, sagt Karl Heinz Sekowsky, Fraktionsvorsitzender der Ratsfraktion der UWG: Freie Bürger, deshalb biete dieses Konzept vernünftige Ansätze für Schritte in die richtige Richtung.

Die WasserWelten Bochum GmbH betreibt seit 1. August die Hallenfreibäder in Hofstede, Linden, Langendreer und Höntrop, die Freibäder in Werne und Südfeldmark sowie das Unibad in Querenburg als Sport- und Wettkampfbad.

Foto: Ortstermin in Höntrop mit WasserWelten-Geschäftsführer Berthold Schmitt, Holger Hoppe (Geschäftsstelle UWG: Freie Bürger), Hans-Josef Winkler (Bezirk Wattenscheid und Vorsitzender des Vorstands der UWG: Freie Bürger) und Karl Heinz Sekowsky (Fraktionsvorsitzender der Ratsfraktion UWG: Freie Bürger, v.l.n.r.)

Im Rahmen ihrer „Stadtteilrundgänge“ – so hat die Ratsfraktion UWG: Freie Bürger ihren regelmässig stattfinden Informationsaustausch vor Ort mit aktiven Bürgern überschrieben – traf sich Ratsmitglied Jens Lücking in Langendreer mit Beatrix Schulte-Gimmerthal (Buchhandlung Gimmerthal ) und Petra Stephan (Café am Stern – Cheese). „Wir wollen uns ein Bild von den Bochumer Stadtteilen machen. Uns interessieren Lebensgefühle, die wirtschaftliche Lage, die Probleme – wir wollen uns gerne mit vernünftigen Ideen einbringen und den Menschen dort helfen, wo es notwendig ist“, sagt Lücking.

Die Themenlage beim Gespräch war breit gefächert und reichte von der Situation des Einzelhandels über angespannte und unbefriedigte Parksituationen bis hin zu der Frage, wie man es schaffen kann, dass sich noch mehr Menschen mit ihrem Stadtteil identifizieren und sich engagiert einbringen. „Wir Fachgeschäfte bieten Servicepakete und tragen gegenüber unserem Umfeld Verantwortung. Ich finde, das sollte auf Gegenseitigkeit beruhen“, sagt Beatrix Schulte-Gimmerthal, die das Anspruchsdenken der Menschen krtisiert. „Langendreer hat ein großes Potenzial. Da macht es Sinn, sich einzubringen“, sagt sie und wünscht zudem mit Blick auf einige Leerstände „mehr wirtschaftliche Bewegung“.

„Ein Manko ist die Verkehrsführung an der Abknickung Alte Bahnhofstraße/Lünsender Straße“, merkt Petra Stephan an. An der Stelle steht eine Holztafel in Form einer Lokokomotive mit dem Hinweis „Willkommen am Alten Bahnhof“. Das, so sagt sie, reiche aber nicht aus, um die Menschen in die Alte Bahnhofstraße zu locken. „Ich fände es gut, wenn wir dort zusätzlich einen Schilderbaum mit Richtungsweisern aufstellen würden, damit die Menschen auch wissen, dass sie in der Alte Bahnhofstraße einkaufen können.“ Auch könne sie sich vorstellen, dass ein Stadtteilbus Sinn machen würde. „Die Wege, gerade für altere Menschen, sind im Großraum Langendreer weit und nicht immer mit dem ÖPNV zu erreichen.“

Um Kaufmanns-Interessen und bürgerschaftliches Engagement zu bündeln und voranzubringen, dafür sind in Langendreer das Stadtteilbüro Werne-Langendreer-Alter Bahnhof (WLAB) und der gemeinnützige Verein „Langendreer hat’s“ aktiv, der unter anderem vierteljährlich Stadtteilkonferenzen veranstaltet. „Es passiert wirklich schon viel bei uns, es könnte aber noch besser sein. Langendreer ist ein schöner, ein wachsender, ein attraktiver Stadtteil“, so die einhellige Meinung von Beatrix Schulte-Gimmerthal und Petra Stephan.

Jens Lücking: „Es war ein fruchtbarer Austausch. Ich habe viele Anregungen mitnehmen können, die uns nun als Arbeitsgrundlage dienen.“ Der nächste Rundgang führt die UWG: Freie Bürger nach Wattenscheid. Geplant sind weitere Begegnungen zunächst in Linden/Dahlhausen, Weitmar, Ehrenfeld, Hiltrop/Gerthe und Stahlhausen.

Foto: UWG: Freie Bürger-Ratsmitglied Jens Lücking mit Beatrix Schulte-Gimmerthal (links) und Petra Stephan

Am Freitag, den 13. Juli 2018, konnten wieder in der Zeit von 10 – 12 Uhr Bürgerinnen und Bürger an der Ecke Oststraße/Alter Markt mit den „UWG: Freie Bürger“ Mandatsträgern aus Rat und Bezirk, sowie dem Vorstand ins Gespräch kommen. Viele Bürgerinnen und Bürgern nutzen bei herrlichem Wetter wieder rege die Möglichkeit, unseren Mandatsträger Fragen zu stellen, ihre Anliegen zu äußern oder sich mit mir über allgemeine und persönliche Probleme auszutauschen, die die Kommunalpolitik betreffen. Auch wenn wir möglicherweis aufgrund der vielen verschiedenen Themen nicht jede Frage direkt beantworten konnten: Wir bemühen uns, die richtigen Ansprechpartner zu finden und bei der Lösung von Problemen zu helfen. Sollten Sie Ihr Thema bisher nicht zur Sprache gebracht habe, schreiben Sie und einfach eine E-Mail unter: info@uwg-freie-buerger.de oder rufen uns im Rathaus an (0234) 910-1983

Auf der Mitgliederversammlung am 15.05.2018 wurde der Zusammenschluß der UWG: Wattenscheid und den Freien Bürgern Bochum besiegelt. Unter dem neuen Namen „UWG Freie Bürger“ und mit neuem Logo wollen wir gemeinsam kommunalpolitische Verantwortung in Bochum und Wattenscheid übernehmen. Wir verpflichten uns zum Wohl unserer Stadt und ihrer Einwohner – nach dem Grundsatz: „Klarheit, Wahrheit, Offenheit.“

Der neu gewählte Vorstand (von links nach rechts): Dschamilja Heider (Beisitzerin), Jens Lücking (Beisitzer), Tim Pohlmann (Vorsitzender), Hans-Friedel Donschen (Schatzmeister), Hans-Josef Winkler (Vorsitzender), Wilfried Flöring (Beisitzer) – es fehlt Maria Leuschner (Schriftführerin).

Die Mitglieder/Innen der Wählergemeinschaften „UWG Wattenscheid“ und der „Freie Bürger Bochum“ haben jeweils in ihren außerordentlichen Mitgliederversammlungen den Zusammenschluss der beiden Wählergemeinschaften beschlossen.

In den letzten Monaten wurden Grundsätze und Programme verglichen, ausgetauscht und viele Parallelen und ergänzende Zielsetzungen festgestellt, welche nun gemeinsam verfolgt werden sollen. Darum ist dieser Schritt die sich daraus ergebende Konsequenz. Die UWG nimmt die Mitglieder der Freien Bürger auf, so dass eine neue Wählergemeinschaft entstehen kann. Der zukünftige Name wird dann „UWG Freie Bürger“ sein. Der Name zeigt an, dass sich zwei gleichberechtigte Partner verbinden.

Wir verstehen uns als bürgerliche Perspektive zu den traditionellen Parteien einerseits und den vermeintlichen Alternativen, am linken und rechten Rand, anderseits. Eine Arbeitsgruppe wird nun die offenen Formalien klären und eine erste gemeinsame Mitgliederversammlung für Mai 2018 vorbereiten, in der die neue Satzung verabschiedet wird und ein aus beiden Organisationen paritätisch besetzter Vorstand gewählt wird.

Die „UWG Freie Bürger“ verfügen derzeit über vier Mandate im Rat, drei Mandate in der BV Wattenscheid und je ein Mandat in der BV Nord und BV Südwest. Zur Kommunalwahl 2020 wird die Wählergemeinschaft im gesamten Stadtgebiet Bochum antreten, sowohl für die Bezirksvertretungen als auch für den Rat der Stadt.