„Das Kulturbüro der Stadt Bochum hat uns mitgeteilt, dass die Waldbühne Höntrop in diesem Jahr nicht für die Märchenspiele im Sommer 2020 genutzt werden kann. Die Gründe seien zum einen eine fehlende Baugenehmigung sowie – wie von den Technischen Betrieben der Stadt Bochum aufgelistet – bauliche Mängel“, sagt Hans-Josef Winkler, Wattenscheider Bezirksfraktionsvorsitzender der UWG: Freie Bürger.

So weise die Konstruktion der Tribünenüberdachung flächige Korrosionsschäden auf, Abplatzungen und Beschichtungen müssten instandgesetzt werden. Bei der Tribüne habe man bei den Stufen und Sitzflächen erhebliche Betonabplatzungen, lose Betonflächen, Risse und Fehlstellen festgestellt. Das Toilettengebäude zeige unter anderem größere Setzungsrisse, zudem sei die WC-Anlage der Waldbühne für die möglichen Besucherzahlen zu klein und die Trinkwasserinstallation wurde von den Zentralen Diensten im Sommer 2019 als belastet/verkeimt festgestellt, zitiert Winkler aus der Mängelliste.

Diese Zustandsbeschreibungen werfen für die Wähler-Gemeinschaft  einige Fragen auf. Winkler: „So wurde 1997 die Waldbühne auf die Dauer von 30 Jahren per Erbbaurechtsvertrag übertragen. Welche Pflichten für den Erhalt der Bauwerke und des Grundstückes wurden in dem Vertrag festgelegt? Besteht außerdem die Möglichkeit, den Mitgliedern des Kulturausschusses den 1997 geschlossenen Vertrag zur Verfügung zu stellen (ggf. als nichtöffentliche Mitteilung)? Sind 1997 auch Fördergelder des Landes geflossen? In welcher Höhe und mit welchen Auflagen wurden diese erfüllt? War der Verwaltung 1997 bekannt, dass für die Waldbühne keine Baugenehmigung existiert? Ist der für die Sanierung im Doppelhaushalt 2020/21 eingestellte Betrag ausreichend für eine umfangreiche Sanierung? Wann wird die Verwaltung einen detaillierten Ablaufplan für die Sanierung der Waldbühne mit einem Fertigstellungstermin im Jahre 2021 vorlegen?“

„Wir haben wegen der Dringlichkeit die Fachverwaltung gebeten, uns die Antworten noch vor der Sitzung des Kulturausschusses, der am 25. März tagt, schriftlich zu beantworten“, sagt Hans-Josef Winkler.