Wenn’s um umweltfreundliche Technik im öffentlichen Nahverkehr geht, stehen wasserstoffbetriebe Busse an erster Stelle. Darauf wies Jens Lücking, Ratsfraktionsvorsitzender der UWG: Freie Bürger und Mitglied im Ausschuss für Infrastruktur und Mobilität, schon vor einiger Zeit hin, und formulierte einen entsprechenden Antrag für den Ausschuss, dass sich Bochum dieser Antriebsform nicht verschließen solle. „Ich muss feststellen, dass unsere Anregung angekommen ist, denn die Bogestra hat sich seitdem intensiv mit dem Thema beschäftigt und steht auch im Austausch mit den Städten, die bereits Busse mit Wasserstofftechnik einsetzen“, resümiert Jens Lücking.

Nun hat Lücking für den Ausschuss am 14. Januar 2020 einen weiterführenden Antrag formuliert: Der Ausschuss möge beschließen, dass die Verwaltung beauftragt wird, mit den örtlichen Tankstellenbetreibern Kontakt aufzunehmen und abzufragen, ob Interesse an einer Einrichtung einer Wasserstofftankstelle in Bochum besteht. Des Weiteren überprüft die Verwaltung die aktuellen Förderprogramme von Bund und Land, ob es hier Fördermöglichkeiten für die Errichtung einer Wasserstofftankstelle gibt.

„Brennstoffzellen sind eine Antriebsart der Zukunft. Aktuell gibt es nur eine geringe Anzahl an Wasserstofftankstellen im Bundesgebiet, allerdings befinden sich gerade einige Anlagen im Bau. Bochum sollte auch dazu beitragen, das Netz der Wasserstofftankstellen zu verbessern. Die Förderung emissionsarmer Mobilität für den motorisierten Individualverkehr ist ein Bestandteil des vom Rat der Stadt Bochum beschlossenen Leitbildes Mobilität“, sagt Lücking.

Eine Wasserstofftankstelle im Bochumer Stadtgebiet würde den Umstieg auf ein Wasserstofffahrzeug für die Bochumer Bürger attraktiver machen. Die Stadt Bochum sollte die Einrichtung einer solchen Tankstelle aktiv mitgestalten, möglicherweise auch mit Unterstützung der Wirtschaftsförderung.