„Es war schön anstrengend.“ Für Klaus-Peter Hülder, kulturpolitischer Sprecher der UWG: Freie Bürger, und Claudia Bolesta, Mitglied der Unabhängigen Wählergemeinschaft, war die erste Bochumer Kulturkonferenz, die kürzlich unter großer Beteiligung von Kulturtreibenden und Bürgern gleichermaßen an zwei Tagen in der Stadthalle Wattenscheid stattfand, eine lohnenswerte Veranstaltung.

„Ich habe ein hohes Maß an Engagement erlebt, sehr viel Interesse und eine rege Diskussionsfreudigkeit“, sagt Bolesta. Und Hülder fügt hinzu: „Dass der Kulturentwicklungsprozess in Bochum nun anläuft, ist von großer Bedeutung für die Stadt.“ Im Rahmen des Prozesses sollen in erster Linie Stärken und Schwächen der Kultur herausgearbeitet werden. Wo hakt es, wo läuft es rund. Wie stellt sich die farbenprächtige, muntere freie Szene (Theater, Musik, Literatur, Puppenspiel, Festivals und mehr) zukünftig auf, wie die Hochkultur (Schauspielhaus, Musikforum).

„Die kulturelle Entwicklung unserer Stadt liegt in den Händen der Menschen, die Kultur gestalten und die Kultur genießen. Es ist somit ein Mitwirkungsprozess, an dem viele Menschen beteiligt sind. Und dass das so ist, kann ich in der Form nur begrüßen“, sagt Hülder, der die kreative Workshop-Atmosphäre als wohltuend empfand.

Dem ersten Treffen, an dem 150 Menschen teilnahmen, sollen weitere folgen, terminiert ist bereits der 3. April 2020. „Es wurde bereits deutlich, dass die Themen Kommunikation, Digitalisierung und Transparenz im Vordergrund stehen. Was mir aber auch gefiel, war dies: wie spricht man frühzeitig Kinder und Jugendliche an, um sie in die Kulturarbeit einzubinden. Und: Wie lässt es sich bewerkstelligen, ein Bochumer Kulturticket inklusive kostenfreiem Bogestra-Ticket auf den Weg zu bringen.“

Weitere Infos: www.bochum.de/kep